Sonntag, 31. Dezember 2017

Abgesang auf das Jahr 2017...

Miscellaneous New Year CommentsTschüss 2017, es war meist schön mit dir... 
Während ich hier sitze und über das Jahr nachdenke, das im Begriff ist zu Ende zu gehen, stelle ich fest...
Eigentlich war es gar nicht so schlecht.
Nein, das stimmt so gar nicht.
Eigentlich war es sogar meist sehr gut.
Wow, das konnte ich in den letzten Jahren so gar nicht sagen. Es gab nur eine einzige mittelschwere Katastrophe, und die trat erst vor wenigen Wochen ein, und wird mich noch eine Weile begleiten. Und zwar solange mein kleines Katzenkind Elvis lebt - und wie lange das sein wird, das wissen nur die Götter. 
Aber schön langsam, lassen wir das Jahr doch mal richtig Revue passieren:
Im Jänner habe ich meine neuen Aufgaben im Büro übernommen. Die neue Abteilung war angekommen, und schon bald stellte ich fest...: Diese Abteilung/Ärzte gebe ich nicht mehr her.
Ich habe "meine" Orthopäden immer sehr gerne gehabt - aber die Arbeit in dieser Abteilung war so voll mit Stress, dass sie mich oft an meine Grenzen und darüber hinaus getrieben hat. Die Urologen sind deutlich entspannter, die Abteilung ist kleiner, alles läuft ruhiger ab und die Ärzte übernehmen vieles an Planung direkt selbst. Meine Aufgaben haben sich verändert. Zwar bin ich immer noch der organisatorische Mittelpunkt der Abteilung, und vieles läuft über mich - aber da sind auch viele neue Aufgaben und neue Verbindungen, die eine neue Abteilung eben so mitsich bringen. Ich habe immer noch gut zu tun, und die Arbeitstage vergehen schnell, weil es kaum Leerlauf gibt, aber es gibt eben auch hin und wieder Tage, die ruhiger sind. Und meine Arbeitslisten sind nicht mehr gefühlt unendlich lang, sondern überschaubar und damit bezwingbar. 
Beruflich also alles im Grünen Bereich, auch wenn es Anfang des Jahres intern ein paar Probleme gegeben hat, die sich aber allesamt im Lauf des Jahres mehr oder weniger in Wohlgefallen aufgelöst haben. Glücklich ist, wer vergisst... ihr kennt das Sprichwort.
Und sonst so?
Ich habe mich zuückgezogen, habe viel Zeit für mich in Anspruch genommen. Häkeln, Hörbücher hören, wenige Termine, wenige Aufgaben übernommen. Ich habe es gebraucht - und ich habe zum ersten Mal auf meinen Körper und meine Seele gehört.
Das Ergebnis: Langsam geht es mir seelisch besser. Und was besonders auffällig ist.. ich war im Jahr 2017 kein einziges Mal krank. Keine Erkältung, kein Magen-Darm. Nix. Ich kann mich nicht erinnern, wann das je in den vergangenen 15 Jahren so gewesen ist. Und darüber freue ich mich. 

Zugegeben, sehr viel Blogpotential hatte das Jahr gefühlt nicht. Obwohl... keine Katastrophen wären doch eigentlich auch erwähnenswert gewesen. Ich möchte im kommenden Jahr wieder mehr bloggen. Auch wenn es hier wohl kaum noch aufregende Geschichten geben wird.

Naja, einen schwarzen Punkt hat wohl auch 2017 unbedingt bringen müssen.
Ende Oktober 2016 habe ich ja den kleinen Elvis adoptiert, nachdem Ende September völlig unerwartet und ziemlich dramatisch mein geliebter Maxi über die Regenbogenbrücke gehen musste. Und der kleine Elvis hat wirklich viel Freude in mein Leben gebracht. Mehr noch, als er und Lilly sind im Lauf des Jahres endlich darauf geeinigt hatten, dass sie sich doch lieb haben können.
Und dann kam der November. Und mein kleiner Schatz bekam ein weißes Näschen. Und generell schien er etwas schlapp zu sein. Und beim Gang auf das Kisterl jammer er. Da hat er wohl eine Blasenentzündung - die hatte er schon im April. Also Besuch beim Tierarzt, der zum Glück ja nur über die Straße ist.
Meine Ärztin geht auch erstmal von einer Blasenentzündung aus, macht dann aber zur Sicherheit ein Röntgen. Und plötzlich wird - ganz unerwartet aus einer kleinen Unpässlichkeit eine böse Krankheit.
Das Röntgen ist nicht schön - also Blutabnahme. Die Befunde liegen am nächsten Tag vor. Und sie sind vernichtend. Schlechte Prognose. Erstmal symptomatische Behandlung, dann sehen wir weiter.
Elvis ist aber ein Kämpfer - und spricht hervorragend auf die Behandlung an.
Im Moment sieht es also so aus:
Ich habe ein sehr krankes Katzenkind, dessen Lebensdauer unbestimmt ist, und ich werde ihm ein schönes Leben solange es dauern wird...

Wie gesagt: Ich hätte auf diese Episode gut und gerne verzichten können. Allerdings bin ich mir inzwischen sicher, dass Elvis zu mir gekommen ist, weil irgendjemand oder irgendetwas wusste, dass er bei mir ein liebevolles Zuhause haben würde, und durch meine Tierärztin die optimale Behandlung. Ein anderer Arzt hätte ihm vermutlich gar keine Chance gegeben.

Und so endet dieses Jahr eben doch mit einem Rückblick, den ich mit einem lachenden, und einem weinenden Auge mache.
Aber ich bin bereit das Jahr abzuschließen und guten Mutes in das neue Jahr zu starten.

Bild, wie so oft von Magickal Graphics

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Die ruhige Zeit...

Inspirational CommentsWeihnachten ist vorüber, und das Jahr neigt sich dem Ende zu.
Weihnachtsstimmung wollte sich bis zuletzt bei mir nicht einstellen, aber das hat mich nicht daran gehindert ein geruhsames, entspanntes Weihnachtsfest mit meiner Mama zu verbringen.

Heute halte ich im Büro die Stellung. Es ist still hier. Die Hälfte der Kolleginnen hat Urlaub, die Stationen sind teilweise gesperrt (hier werden abwechselnd Stockwerke zu den Feiertagen geschlossen, um Umbauarbeiten oder Reparaturen zu erledigen).
Insgesamt ist es hier also ruhig.
Ich mag es, an solchen Tagen im Büro zu sein. Natürlich wäre lange Schlafen und in den Tag hineinleben auch fein, aber ich empfinde diese Brückentage, Zwischentage etc. immer als sehr angenehm. Ich kann in Ruhe meine Arbeit machen. Dinge aufarbeiten, die liegengeblieben sind. Alles ist ruhig und ohne Stress. Da ich alleine im Büro bin, kann ich CDs hören, die ich mag - im Moment läuft hier ein Sampler mit keltischer Musik, der mich schon seit Jahren begleitet.

Ich habe beschlossen, dieses Tagebuch wieder aufzunehmen. Es mit großen und kleinen Nichtigkeiten zu füllen. Ich habe das Blogschreiben vermisst, auch wenn ich natürlich weiß, dass kaum jemanden das, was ich hier schreibe, wirklich interessiert.

So...
Nun hat dieses Jahr also wirklich nur noch ein paar Tage. Und langsam ist es an der Zeit, das Jahr Revuepassieren zu lassen, darüber nachzudenken, was man im kommenden Jahr erreichen will - neue Ziele auf der eigenen Reise anvisieren.
Es wäre an der Zeit einen Kalender für das kommende Jahr vorzubereiten. Darauf verzichtet ich allerdings diesmal bewusst, da ich für mich entschieden habe, dass ich mich auch im kommenden Jahr sehr zurückziehen werde. Und für die paar wenigen Termine, die dann noch überbleiben, reicht ein simpler Eintrag im Tischkalender.
Ich möchte mich nicht unter Druck setzen, nicht mit Terminen, und nicht mit Aufgaben, die nicht wirklich wichtig sind.
Es hat mit gut getan, mich aus vielem Herauszunehmen. Und ich fühle, dass es noch nicht an der Zeit ist, mein Leben wieder vollzupacken.

Und somit, genieße ich die ruhige Zeit, die um den Jahreswechsel herum zu spüren ist, und will versuchen, sie ins neue Jahr mitzunehmen...

Bild wie meistens von ~Magickal Graphics~

Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen, die sich noch hier her verirren ein schönes Weihnachtsfest im Kreis ihrer Lieben!

Vintage Christmas Graphics
Magickal Graphics

Wochenrückblick KW 51

Days Of The Week Comments
Magickal Graphics

Und schon ist die Woche wieder um...
 

[Wetter] Weihnachtswetter sieht definitiv anders aus. Unter der Woche war es stürmisch. Mal mit heftigem Regen, mal ohne. Seit gestern stürmt es hier richtig, dafür ist es warm mit knappen 10°C und die Sonne scheint.

[Gemacht]  Fleissig im Büro gewesen, die letzten Vorbereitungen für das heutige Weihnachtsfest getroffen.

 
[Gehört]
Das Hörbuch zu Dracula und Draculas Rückkehr.


[Gelesen] Blogs, Tweets, und hin und wieder in der Tageszeitung.

[Gedacht] Ich bin noch immer nicht in Weihnachtsstimmung. Und ein wenig Friede auf Erden wäre auch nicht schlecht...


[Gelacht] Aktuell lache ich wenig. Die Sorgen überwiegen einfach.

[Gefreut] Habe ich mich auf das lange Wochenende und das gemeinsame Weihnachtsfest mit Mama.


[Geärgert] Habe ich mich über die Tatsache, dass das Weihnachtsgeschenk für eine liebe Freundin auf dem Postweg verschwunden ist - was ich heute erfahren habe. Ersatz habe ich nun zwar bestellt... aber menno... Weihnachten ist heute und nicht in 2 Wochen!


 [Gekauft] Weihnachtsgeschenke für meine Katzenkinder. Und die Erste Staffel von Outlander auf DVD.


[Und sonst so?] Mein krankes Katzenkind dominiert meine Gedanken. 

[Ausblick auf die nächste Woche] Jetzt versuche ich erstmal die Weihnachtsfeiertage zu genießen. Dann lasse ich die kurze Arbeitswoche einfach auf mich zukommen... 

Sonntag, 17. Dezember 2017

Wochenrückblick KW 50

Days Of The Week Comments
Magickal Graphics
Zeit für einen Wochenrückblick, weil ich das schon ewig nicht mehr getan habe, und wieder aufnehmen möchte...
 

[Wetter] Bäh! Einfach nur Bäh! Von Regen über kurze sonnige Phasen war in dieser Woche alles dabei. Klingt ja erstmal gar nicht so schlecht..., wenn da nicht dieser permanente eiskalte Sturm wäre. Die Temperaturen sind hier in Wien relativ moderat, fast ein wenig zu warm für das fortgeschrittene Jahr, aber der Sturm läßt die Temperatur gefühlt sinken...

[Gemacht]  Ich hatte in dieser Woche Urlaub. Wie jedes Jahr. Weihnachtseinkäufe erledigen, Pakete packen, Kekse backen. Nebenbei an einem Häkeltuch arbeiten. Und mit dem Katerkind zum Tierarzt gehen.

 
[Gehört]
Das Hörbuch zu Outlander 5 (Das flammende Kreuz) - ungekürzt. Jetzt heißt es bis März 2018 auf Band Nummer 6 warten *seufz*


[Gelesen] Blogs, Tweets, und hin und wieder in der Tageszeitung.

[Gedacht] Wo hat sich nur meine Weihnachtsstimmung versteckt???


[Gelacht] Habe ich zu wenig... es war einfach zu stressig.

[Gefreut] Habe ich mich über den neuen Star Wars Film. Er hat mir deutlich besser gefallen, als sein Vorgänger.


[Geärgert] Ich mag es gar nicht, wenn man sich etwas ausmacht, und das Gegenüber das dann einfach vergisst. Noch weniger mag ich es, wenn etwas das man sich ausgemacht hat sehr kurzfristig abgesagt wird. Aus Gründen...


[Gelernt] Habe ich etwas gelernt in dieser Woche? Doch eines. Ruhe bewahren.


 [Gekauft] Weihnachtsgeschenke. Die letzten, die noch offen waren.

[Spirituelles] Im Moment beschäftige ich mich wieder deutlich verstärkt mit energetischer Heilung - aus Gründen, die ich ev. noch erläutern werde. Aber auch wieder mit Orakelkarten. Habe mir selbst ebenfalls ein Weihnachtsgeschenk gegönnt - und habe mir zwei wunderschöne Orakelkartendecks gekauft, die ich bei Gelegenheit auch vorstellen muss.


[Und sonst so?] Ich habe mich mit dem Gedanken anfreunden müssen, ein krankes Katzenkind zu haben. Eines, das nicht so alt werden wird, wie eine Hauskatze werden kann. Aber solange es ihm gut geht, ist das in Ordnung. 

[Ausblick auf die nächste Woche] Morgen geht es in den Arbeitsalltag zurück. Eine Woche Urlaub ist definitiv nichs. Kaum angefangen, ist sie schon wieder um.... Zack. Was mich erwartet kann ich nicht sagen. Ich lasse mich überraschen. 

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Soviel Zorn...

Immer wieder zucke ich erschrocken zusammen, wenn ich Kommentare im Internet lese. Und dann sitze ich da und frage mich..., wo kommt all der Zorn her, der in den Menschen steckt?
Ich bewege mich seit langer Zeit im Internet. In der Zeit vor Facebook und Co. waren es Foren in denen man sich bewegt hat, um sich über bestimmte Themen auszutauschen - und schon da gab es vereinzelt Menschen, die sich eigentlich nur zu Wort gemeldet haben, um Streit zu suchen.
Trolle nannten wir sie damals. Und Trolle durfte man nicht füttern - also bloß nicht auf ihre beleidigenden und provozierenden Nachrichten reagieren. Aber wie gesagt, sie traten vereinzelt auf. Und auch wenn es natürlich ärgerlich war, wenn ein ehemals interessanter Gesprächsverlauf aufgegeben werden musste, weil sich ein Troll darin eingenistet hatte - man konnte diese einzelnen Unruhestifter gut ignorieren, wenn man sich nicht auf sie eingelassen hat. Heute ist das anders.

Natürlich kann man es immer noch ignorieren, wenn man beleidigende, provozierende Kommentare bekommt, aber ich habe das Gefühl dass nun in so vielen Menschen Zorn, Wut und Hass stecken, dass derlei Kommentare schon fast "usus" geworden sind. Das Thema ist völlig irrelevant.
Jemand teilt ein veganes Rezept, weil es ihm gut geschmeckt hat - vielleicht noch mit einem Foto. Zack! Der Kommentarbereich füllt sich binnen Minuten (und manchmal auch schneller) mit bösartigen Kommentaren.
Man hackt virtuell aufeinander ein. Es kann ja offenbar nicht angehen, dass man einfach nur Dinge schreibt wie: "Sieht lecker aus". Wenn man das nicht findet, könnte man ja auch einfach mal etwas unkommentiert lassen. Aber nein. Die Weisheit: "Wenn man nichts nettes zu sagen hat, sollte man den Mund halten.", die gilt offensichtlich schon lange nicht mehr.
Ein dicker Mensch wird mit tödlicher Präzision von zig anderen in der Luft zerfetzt, nur weil er eben dick ist. Völlig unerheblich, was er gesagt, getan, oder geteilt hat. Er ist dick - und das geht ja mal überhaupt nicht.
Ein sehr dünner Mensch muss sich garantiert zumindest einmal unter einem Beitrag sagen lassen, dass er doch bitte etwas Essen soll.
Die einen sind kindisch, die anderen lächerlich, oder zu speziell, weil sie sich gängigen Normen nicht unterwerfen wollen.
Und egal um was es geht - der Ton im Internet scheint immer rauher zu werden. Selbst in geschlossenen Gruppen, in denen man eigentlich davon ausgeht unter "Gleichgesinnten" zu sein, ist es um nichts besser. Ich bewege mich in einigen Handarbeitsgruppen, und was ich dort teilweise zu lesen bekomme, läßt mir die Haare im Nacken zu Berge stehen.
Ich finde diese Entwicklung sehr schade, denn eigentlich ist das Internet doch eine tolle Sache. Man kann sich mit Menschen austauschen, die man sonst im Leben nicht treffen würde - alleine schon, weil sie räumlich so weit entfernt sind, dass man sich nicht mal eben mit ihnen in ein Cafe setzten kann.
Es gibt Foren und Gruppen in den sozialen Netzwerken, in denen man sich über Themen unterhalten kann, die einem wichtig sind. Egal ob es um das Austauschen von Kochrezepten, um Handarbeiten oder um spirituelle Themen geht (um nur ein paar Beispiele zu bringen).
Warum aber schaffen wir Menschen es offensichtlich immer weniger freundlich miteinander umzugehen?
Ist es die vermeintliche Anonymität im Internet?
Obwohl, die alleine kann es nicht sein, denn wenn man sich genau umsieht, dann sind die Menschen auch außerhalb des Internets von Zorn und Wut gezeichnet.

Ich persönlich freue mich über jedes lächelnde Gesicht, über jedes freundliche Wort, dass ich aufschnappe. Und wäre alles nicht so viel leichter, wenn die Leute einfach mal nett zueinander wären? Wenn wir aufhören würden auf den Schwächen anderer herumzureiten, und stattdessen ihre Stärken zu begrüßen?
Manchmal versuche ich mir genau das vorzustellen.
Wie viel positive Energie und wie viel Freude würde sich verbreiten, wenn die Kommentare im Internet anders aussehen würden?
Jeder, der hinter einem Bildschirm sitzt, nimmt schließlich die Gefühle, die beim Lesen von Kommentaren und Beiträgen in ihm entstehen mit. Und diese Gefühle sind es doch, die dann sein Handeln außerhalb des Internets bestimmen.
Ein paar Worte können viel bewirken. Das war schon immer so.
In diesem Sinne:
Du, der du diese Zeilen gerade liest: Es ist egal, wie du aussiehst, welche Hautfarbe du hast, ob du dick bist, oder dünn. Es ist egal, ob du Designerklamotten trägst, oder die ein Outfit im Secondhand Laden zusammengestellt hast.
Es ist nicht wichtig was du beruflich machst, und auch nicht ob du arm oder reich bist. Es ist nur wichtig, dass du einfach du bist.
Du bist großartig.
Und einzigartig.
Und das ist gut so - denn du bist perfekt, genauso wie du eben bist!

Friendship Comments & Graphics~Magickal Graphics~

Montag, 11. Dezember 2017

Weihnachtsstimmung?

Für mich hat Weihnachten schon lange keinen religiösen Stellenwert mehr. Für mich ist es ein Fest der Familie, das mehr oder weniger zufällig in den Zeitraum der Wintersonnenwende fällt.
Aber ich liebe die Lichter, den Geruch, die Stimmung. Ich liebe es Geschenke für meine Lieben auszusuchen und einzupacken. Zwar freue ich mich auch über die Geschenke, die ich bekomme, aber eigentlich habe ich mir Freude am Schenken.

Aber in diesem Jahr will bei mir irgendwie keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Absolut nicht. Gestern war der 2. Advent. Und in 2. Wochen ist der Zauber verflogen und das Fest vorbei.
Es ist aber nicht nur so, dass keine Weihnachtsstimmung in mir aufkommen will, egal wie oft ich mir Weihnachtslieder anhöre, nein… ich habe noch nicht einmal richtig realisiert, dass der Winter da ist.

Natürlich…, es ist kalt.
Klar, die Tage sind kurz und um 16:00 Uhr ist es dunkel.
Aber irgendwie…, ich weiß auch nicht. Meine innere Uhr steht noch nicht auf Winter und Weihnachten, auch wenn ich mich dick einpacken muss, wenn ich das Haus verlasse.
Gefühlt ist das ganze Jahr so rasant vorbeigezogen, dass ich es kaum (er)fassen kann.
War es nicht vor ein paar Tagen erst Silvester? Haben wir nicht erst vor wenigen Tagen das Jahr 2017 begrüßt?
Bei 35°C im Schatten sitzen, mit kaltem Wasser und Häkelarbeit – das war so wundervoll. Und gefühlt ist doch auch das noch gar nicht lange her?
Ich habe dieses Phänomen bereits in den letzten Jahren beobachtet. Die Zeit verfliegt gefühlt immer schneller. Liegt es daran, dass man älter wird? Nimmt man den Lauf der Zeit dann irgendwann mehr wahr?

Aber in diesem Jahr hat das Gefühl sich quasi fast schon selbst überholt. Es hat mich das gesamte Jahr über begleitet.
Ich bin ein Sommerkind. Und was war ich überrascht, als plötzlich mein Geburtstag da war. Ehrlich, ich war froh, dass ich niemand bin, der gerne groß feiert, denn ich hätte keine Zeit für Vorbereitungen gehabt, weil mich der Tag eiskalt erwischt hat.
Dann das Realisieren: Das erste Halbjahr ist längst vorbei, der Sommer neigt sich dem Ende zu…

Und jetzt?
Jetzt ist Winter, das Jahr beinahe um, und ich stelle fest:
Das geht nicht! Ich bin nicht nicht bereit!
Ich habe noch keinen Kalender für das nächste Jahr. Mir noch keine Pläne oder auch nur Gedanken zum Jahr 2018 gemacht.
Und wo zum Kuckuck gibt es Weihnachtsstimmung zum Mitnehmen bitte?
Vintage Christmas Graphics
Magickal Graphics

Dienstag, 14. November 2017

Weise Worte...

Ich muss mich aktuell der etwas unangenehmen Erkenntnis stellen, dass ich den richtigen Zeitpunkt verpasst habe. Den Zeitpunkt nämlich, an dem ich hätte die Reißleine in meinem Leben ziehen müssen.
Rückblickend war es abzusehen, aber ich habe die Augen davor verschlossen. Ich habe es nicht sehen wollen.
In den letzten Jahre ging mein Leben drunter und drüber. Mit dem Tod meines Vaters hat es angefangen. Kurz darauf eine sehr unschöne Trennung und Scheidung. Der Versuch in einem neuen Leben Fuß zu fassen. Ein Versuch, der nach außen hin gut funktioniert hat.
Aber eben nur nach außen hin.
Ich stand ständig unter Strom, habe eine berufliche Veränderung nur zu gerne angenommen, da sie mich davor bewahrt hat, zu viel nachzudenken. Und ich gab alles..., und mehr.
Stress wurde mein ständiger Begleiter.
Im Privaten habe ich aber ebenfalls nicht für einen Ausgleich gesorgt. Im Gegenteil. Ich stürzte mich in ein zeitintensives Hobby, knüpfte neue Bekanntschaften und füllte meine Wochenenden mit Aktivitäten.


Rückblickend kann ich sagen:
Ich lebte am Leben vorbei, füllte lediglich meine Tage. Natürlich habe ich viele Tage davon auch genossen, habe schöne Erinnerungen gesammelt. Ich war für anderen da, für Freunde, Familie. Hatte das Gefühl, dass ich gebraucht werde. Und wuchs dadurch.
Allerdings habe ich völlig übersehen, dass auch meine Energiereserven limitiert sind. Und Nein konnte ich auch schon immer schlecht sagen.


Also habe ich weitergemacht.
Beruflich wurde es immer intensiver, immer mehr, immer stressiger. Privat sah es nicht anders aus. Veränderungen, Todesfälle... Ein großer Bruch im Freundeskreis. Entscheidungen, Neusortieren von Prioritäten. Und ich habe, wie aufgezogen, immer weitergemacht.


Das erste "Schwächeln" kam schleichend.
Dinge, die ich immer gerne gemacht habe, kosteten plötzlich unendlich viel Kraft. Die Überwindung sie zu tun wurde immer schwerer.
Und es wurde immer Schlimmer - eigentlich wollte ich nur noch alleine sein. Die Nähe von Menschen kostete mich Kraft - und im Beruf durfte das nicht auffallen. (Tut es noch immer nicht).


Ich begann mich zurückzuziehen, hinterfragt hat das niemand in meinem "Freundeskreis". Niemand schien zu bemerken, dass ich mich veränderte, immer stiller und fast schon unsichtbar wurde. Als ich plötzlich nicht mehr auf Abruf verfügbar war, wurde ich von langjährigen "Freunden" abserviert, der Kontakt wurde eingestellt. Als ich nicht mehr stets zum Helfen bereit war, wurde ich uninteressant.


Und ich fiel. Innerlich brach ich komplett in mich zusammen.
Als Single auf meinen Job angewiesen, um meine Wohnung erhalten zu können, kann ich es mir nicht leisten mich freistellen zu lassen, oder für Monate in Krankenstand zu gehen - und das habe ich nicht getan.
Interessanterweise ist es nämlich so, dass ich das gesamte Jahr über körperlich relativ fit war. Keine Erkältungen, keine Beschwerden. Im Job bringe ich auch 100% Leistung. Aber kaum raus, ziehe ich mich in mein Schneckenhaus zurück - schließe mich daheim mit meinen Katzenkindern ein. Und lasse die Welt da draußen einfach sein.
Ich kann nicht rausgehen.
Ich will nicht rausgehen.


Ich nehme mir nun endlich Zeit für mich, häkle, höre Musik und Hörbücher, denke über mich und mein Leben nach. Und damit lasse ich es gut sein. Vielleicht hätte ich das viel, viel früher machen müssen. Dann wäre das Bedürfnis nach Ruhe nun vielleicht nicht so ausgeprägt.
Denn ich spüre, dass meine Batterien sich nur sehr langsam wieder aufladen. Diesmal höre ich auf meine eigenen Bedürfnisse.

Ich werde meiner Seele die Zeit geben, die sie benötigt, und solange es sich gut anfühlt alleine zu sein, so lange werde ich die Ruhe und Einsamkeit suchen.
Auch wenn sich mein Leben nur noch bedingt dazu eignet, um darüber zu berichten...

Sonntag, 10. September 2017

Bettwäsche wechseln - Edition Elvis...

Schritt 1: Entferne Elvis aus dem Bett.
Schritt 2. Ziehe den Kopfpolsterbezug ab und lege ihn beiseite.
Schritt 3: Entferne Elvis aus dem Bett.
Schritt 4: Bettdecke abziehen und Deckenüberzug beiseite legen.
Schritt 5: Entferne Elvis aus dem Bett.
Schritt 6-12 (mindestens): Ziehe das Leintuch ab - kämpfe dabei um jeden Zentimeter mit Elvis, der wie von der Tarantel gestochen auf dem Leintuch rumhüpft und dabei unter lautem Kampfgebrüll (Fauchen, Knurren und Miauen) alles beißt, kratzt und "fängt" was in seine Nähe kommt.
Schritt 13: Pflichte Lilly bei, dass Elvis eine Dramaqueen ist.
Schritt 14: (Ihr ahnt es schon) Entferne Elvis aus dem Bett.
Schritt 15: Stopfe die erste Ecke des neuen Leintuchs fest.
Schritt 16: Entferne Elvis aus dem Bett.
Schritt 17: Stopfe die zweite Ecke des Leintuchs fest.
Schritt 18: Pflücke Elvis unter lautem Prostest unter dem Leintuch hervor.
Schritt 19: Leintuch glattziehen und die dritte Ecke befestigen.
Schritt 20: Rolle mit den Augen und fische nach der eifrig unter dem Leintuch herumwuselnden Beule, die sich nun am anderen Bettende "aus dem Nichts heraus" gebildet hat. Kurzum: Entferne Elvis aus dem Bett.
Schritt 21: So schnell wie möglich, in einer einzigen Bewegung, das Leintuch glattziehen und die letzte Ecke fixieren.
Schritt 22: Durchatmen - und Elvis aus dem Bett entfernen.
Schritt 23: Stopfe das Kopfkissen in den neuen Bezug und lege es beiseite.
Schritt 25: Breite deine Decke aus und schnaube genervt, weil du Punkt 24 vergessen hast: Entferne Elvis....
Punkt 26: Beziehe die Bettdecke neu und verschließe den Überzug.
Schritt 27: Halte inne - und fische Elvis aus der Decke. Erkläre ihm, dass dies keine Höhle ist.
Schritt 28: Verschließe den Deckenbezug endgültig und lege sie auf dem Bett ab.
Schritt 29: Entferne Elvis aus der schmutzigen Bettwäsche, damit du sie in den Wäschekorb bringen kannst.
Schritt 30: Freue dich einen Moment lang, dass du es mal wieder für eine Woche geschafft hast.

Sonntag, 13. August 2017

Elvis..., ein Update

Elvis ist übrigens schon lange kein Baby mehr.

Etwas über 1 Jahr ist er nun. Er hat aber immer noch einen Hang zu „speziellen“ Arten sich zu präsentieren. Und selbst jetzt, wo er doch schon ein großer Bub ist, kommt er jede Nacht zu mir ins Bett, legt sich auf meinen Kopfpolster und nuckelt mir die Backe nass.

Die Beziehung zu Lilly ist nach wie vor nicht so innig, wie jene, die sie mit Maxi hatte. Aber sie kuscheln (selten), toben herum und Putzen sich gegenseitig.

Allerdings ist Elvis immer noch ein kleiner Wilder und so wird aus Spaß schnell Ernst und es wird gerauft, bis die Fetzen (Haare) fliegen. Und nicht selten bis aufs Blut. Kratzer an Nasen und Ohren kommen vor. Aber dann haben sie sich auch schon wieder lieb. Meine beiden Fellnasen.

Kaum zu glauben, dass Maxi nun schon fast ein Jahr nicht mehr da ist.  Aber Elvis ist ein würdiger Nachfolger. Ich vermisse meinen Maxi manchmal doch noch sehr – doch Elvis ist ein so aufgewecktes Kerlchen, dass man ihn einfach ins Herz schließen muss. Und ich bin dankbar, dass ich ihm sein „Für-immer-Zuhause“ bieten darf.

Montag, 27. März 2017

Gemopstes Stöckchen - der Blue Sky Tag

Ruhig ist es hier, mein Leben findet gerade offline statt... Opa ist unser Sorgenkind, Mama auch gerade... und naja, wenn ich mir nicht gerade Sorgen mache, arbeite ich halt. 

Damit es hier aber nicht ganz so still ist, hab ich mir gerade ein Stöckchen bei Weib and the City gemopst - wo ich aktuell wirklich gerne mitlese.
Hat ganz gut getan, mir zur Abwechslung Gedanken über mich selbst zu machen... *lächelt*

Los gehts...(und über allem wacht mein kleiner Elvis, der mit seinen hyperaktiven 8 Monaten mein Leben bereichert).

1. Was ist momentan dein größter Wunsch?
Ich glaube, auch wenn das gerade ein wenig doof klingt..., ich habe keine Wünsche zur Zeit. Natürlich. Ich wünsche mir, dass es Opa besser geht, und auch meine Mama gesundheitlich wieder fit ist. Aber sonst... Ich genieße aktuell den Umstand, dass keine echten Katastrophen in meinem Umfeld geschehen. Und so darf es gerne eine Weile bleiben.

2. Liest du Zeitschriften? Und wenn ja, welche?
Selten. Hin und wieder kann ich nicht widerstehen und erstehe eines dieser unsäglichen Klatschmagazine, nur um nach wenigen Seiten wieder sicher zu wissen, warum ich diese Zeitschriften eben nicht regelmäßig lese.
Das Happinez Magazin hat es mir angetan - man bekommt es hier allerdings nicht überall, und da es leider auch nicht wirklich günstig ist, hadere ich mit mir, ob ich mir wirklich ein Abo zulegen will.
Und mein Hexenherz schlug höher, als ich den Kessel entdeckt habe. Nun habe ich die ersten 3 Ausgaben gelesen, und hoffe, dass es nicht die letzten waren.

3. Wann hast du zum letzten Mal schallend gelacht und warum?
Im Büro. Letzte Woche. Da haben meine beiden Kolleginnen und ich nämlich beschlossen, dass wir auf die Umstände reagieren müssen. Man benimmt sich ringsum aktuell wie im Kindergarten - also verhalten wir uns jetzt entsprechend. Wir haben unsere eigene Kindergartengruppe gegründet: Die Einhorngruppe. Jetzt hat jede von uns ihr eigenes Einhorn in einer anderen Farbe auf dem Arbeitsplatz. Ja, es ist albern. Aber lustig :)

4. Der Duft deiner Kindheit?
Da gibt es tatsächlich einen Duft. Das selbstgemischte Duftwasser unserer "Ersatzoma". Sie war nicht mit uns verwandt - einfach eine liebe ältere Dame, die bei uns Anschluß gefunden hat. Meine Mama hatte Gesellschaft,wenn Papa arbeiten war, und jemanden, der gelegentlich auf meine Schwester und mich aufgepaßt hat.  Die Basis des Duftwassers, das sie immer trug war ein Lavendelduft namens "Lavendel Alt", was noch darin war, kann ich nicht sagen - aber ich kann mich noch genau an den Duft erinnern...
5. Lieber ein Haus am See oder eines am Meer?
Ich liebe das Meer - doch mein Haus wäre am See. An einem smaragdgrünen See, umgeben von Bäumen, mit einem Garten, in dem Lavendel und Rosen blühen... 

6. Welcher Song beschreibt dein Leben gerade am besten?
Que sera von Doris Day. Eindeutig...

7. Wann hast du zuletzt eine Postkarte geschrieben? Und an wen?
Das ist ewig her - so lange, dass ich die Frage gar nicht beantworten kann. Postkarten mochte ich nie schreiben. Ich mag es nicht, dass sie jeder lesen kann - und diese Nichtigkeiten wie "Essen gut,Wetter toll" mag ich weder schreiben, noch lesen. Ich bestehe auch nicht darauf welche geschickt zu bekommen, lieber treffe ich mich mit den Urlaubern auf Kaffee und Fotoschauen.
8. Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Stil? Kann man das Essen? Ich ziehe an, was mir gefällt, und paßt. Mir ist es schnuppe, ob es in ist, oder out. Feminin sollte es sein, und manchmal auch ein wenig verspielt. Aber nicht zu freizügig - und immer bequem. Seit einiger Zeit darf es gerne auch in kräftigen Farben sein - aber selten bunt gemustert.

9. Wann hast du zuletzt etwas richtig Unvernünftiges getan?
 Ehrlich? Ich weiß es nicht! Ich bin eher von der bedachten und vorsichtigen Sorte. Oder gilt mein Einsatz im letzten Sommer, als meine Freundin von einem Fremden tätlich angegriffen wurde, und ich dazwischen gegangen bin? Da ich danach auch leichte Blessuren hatte, gilt das wohl.
10. Wie sieht dein perfekter Tag aus?
Das ändert sich laufend. Je nach Stimmung und Verfassung. Manchmal ist der perfekte Tag einer mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein, mal ein neblig trüber Tag, an dem man sich einfach gemütlich daheim einkuschelt. Mal ist es ein Tag, den ich mit Freunden oder der Familie verbringen kann, und mal einer, in den ich für mich bleibe, und einfach bin.... Ich denke, jeder Tag aus dem man das für sich Beste herausholen konnte, war am Ende ein perfekter Tag...
11. Drei Dinge die du zum Glücklichsein brauchst?
Freiheit - wenn ich mich eingeengt fühle, ziehe ich mich in mein Schneckenhaus zurück, und bleibe dort.
Musik - sie macht das Leben so viel bunter...
Häkelarbeiten - meine Entspannung, mein Hobby...
Ach, da gibt es so viel  mehr - auch diese Dinge ändern sich je nach Stimmung. (Und Menschen und Tiere zähle ich nicht als Dinge, weshalb Familie (zwei-, und vierbeinig) und Freunde hier natürlich nicht erwähnt werden, obwohl ich ohne sie nicht glücklich wäre.




Wer möchte kann sich das Stöckchen gerne mitnehmen - gezielt weiterreichen werde ich es nicht.

Montag, 6. März 2017

Gedanken auf Reise...

New Age Comments & Graphics
~Magickal Graphics~
Ich fühle mich im Moment  ein wenig abgekapselt von der Welt. Auf Sinnsuche.
Ich wälze Fragen, auf die es keine offensichtlichen Antworten gibt.


Vermisst mich jemand, wenn ich nicht da bin?


Gibt es einen Plan für mich, außer "einfach leben"?


Welchen Weg gehe ich?


Folge ich noch dem für mich vorgesehenen Pfad, oder bin ich vom Weg abgekommen?


Nicht falsch verstehen - es geht mir eigentlich gut, und ich bin auch nicht traurig, oder depressiv... Es sind einfach nur Fragen, die immer wieder ihren Weg in meine Gedanken finden...
Ich fühle mich ein wenig wir ein Blatt, das vom Wind getragen wird. Ohne zu wissen, wohin die Reise geht.

Sonntag, 5. März 2017

Wird Rechtschreibung überbewertet?!?

Als ich heute morgen auf FB unterwegs war, durchzuckte mich mal wieder ein Gedanke, der mir in der letzten Zeit immer öfter kommt...
Wann wurde es eigentlich unwichtig, die eigene Sprache zu beherrschen?

Ich selbst bin Legasthenikerin - das bedeutet in meinem Fall, dass ich mir extrem schwer damit tue, Texte laut zu lesen, dass ich Schwierigkeiten habe, Texte zu schreiben, besonders wenn ich mich damit beeile, weil sich dann Schreibfehler, wie Buchstabendreher einschleichen.
Ich hatte damit immer Schwierigkeiten - aber ich habe dagegen angekämpft, habe viel gelesen, und geschrieben - und damit meine Schwäche gut in den Griff bekommen.
So gut, dass man sie mir im Alltag nicht anmerkt - ich arbeite in einemBüro, habe als Schreibkraft angefangen, und mich bis zur Abteilungssekretärin/Chefsekretärin hochgearbeitet. Niemand in meinem Job bemerkt meine Schwäche.
Zugegeben, sie ist nur mild ausgeprägt... aber sie ist da.

Nun ist es aber so, dass ich nicht daran glaube, dass 99% aller Leute, die sich bei FB tummeln ebenfalls an Legasthenie leiden.
Und was die Leute da teilweise veröffentlichen, sorgt dafür, dass sich mir die Zehennägel aufrollen, und der Magen sich beim Lesen krampfartig zusammenzieht. Ehrlich, manchmal ist es so schlimm, dass ich erstmal lange vor dem Bildschirm sitze, und versuchen muss zu entziffern, was da so geschrieben wird.

Und ich spreche nicht von Leuten, die anderssprachig aufgewachsen sind. Ich spreche von Menschen, die mit der deutschen Sprache als Muttersprache aufgewachsen sind... und da sitze ich dann, und frage mich...
Wird in den Schulen denn nicht mehr Deutsch unterrichtet? Wie kann man jahrelang in die Schule gehen, und dann doch Sätze schreiben wie:
"Häute viel mir auf, das die Tage wieder lenger werden." oder "Lass uns Eis."

Ehrlich - ich verstehe es nicht. Liegt es daran, dass kaum noch in ganzen Sätzen kommuniziert wird? Groß-, und Kleinschreibung verschwindet leider auch zusehends. Und Satzzeichen werden auch gerne weggelassen.  Ist dieser Wandel dem Einsatz von Messengern und Chats geschuldet? Den Bereichen, in denen nur noch in Kürzeln kommuniziert wird (die sich mir vollkommen entziehen). Verlieren die Leute dadurch die Fähigkeit in vollständigen Sätzen zu schreiben? Ist es so, dass gelerntes wieder aus dem Gehirn verschwindet, wenn man es nicht nutzt? Werden deshalb einfachste Wörter falsch geschrieben, oder man man es bemerkt?

Oder sehe ich das alles zu eng? Lege ich einfach zu viel Wert auf korrektes Schreiben?
Ich weiß es nicht... aber ich persönlich finde die Entwicklung traurig.

Wochenrückblick KW 9

Days Of The Week Comments
Magickal Graphics

[Wetter] Der Frühling ist noch jung... aber die Temperaturen sind recht angenehm, auch wenn sie stark innerhalb eines Tages schwanken. Gestern war der Himmel strahlend blau bis zum Abend, und wir hatten 17°C, heute ist es eher bewölkt, aber wir steuern doch wieder deutliche Plusgrade an. Meine Heizung ist seit Freitag ausgeschalten.

[Gemacht]  Nicht viel, und darauf bin ich stolz. Ich habe meine Aktivitäten bewusst reduziert. Aktuell lasse ich es also ruhig angehen. Arbeiten, und abends entspannen bei Häkelei und Hörbuch.

 
[Gehört]
Die beiden Hörbücher von Josephine Chaos - ich habe ihren Blog regelmäßig gelesen, und dabei Tränen gelacht. Die Hörbücher sind extrem lustig, was sicher auch an den grandiosen Stimmen liegt.


[Gelesen] Habe begonnen "Tagebuch einer Hexe"von Tanja Wilhelmus zu lesen. Bin mir aktuell noch nicht sicher, wie ich es finden soll. Zumal ich bewusstseinserweiternden Substanzen nichts halte...

[Getrunken] Ganz viel Wasser... , aber natürlich auch Kaffee. Und mein neues Lieblingsgetränk: Almdudler Holunder... boah, ist der lecker, und weniger süß, als das Original.

[Gegessen]  Dies und Das. Versuche gerade Kohlehydrate einzusparen, und verzichte weitestgehend auf Fleisch. (Nur 2 x Fleisch gegessen in der vergangenen Woche, einmal gegrillte Hühnerbrust, einmal mageres Faschiertes)

[Gedacht] Eigentlich ist es wenig, was ich wirklich brauche, um zufrieden und glücklich zu sein.


[Gelacht] Aktuell ist mein Leben nicht wirklich zum Lachen, aber hin und wieder kichere ich dann doch...

[Gefreut] Habe ich mich über die Tatsache, dass meine neue Abteilung sich nicht mit Lob zurückhält, und sehr zufrieden mit mir ist.


[Geärgert] Habe ich mich über die Tatsache, dass mir das Katerkind in 2 Wochen zwei PC-Tastaturen geschrottet hat, weil es jeweils ein Glas Limonade und eine Tasse Kaffee darüber ausgeschüttet hat. (Das ging so schnell, dass ich leider nicht mehr reagieren, sondern nur noch Aufwischen und Fluchen konnte...). Die Tastatur war danach jeweils nicht mehr funktionsfähig. *gnarf*


[Gelernt] Habe anschaulich demonstriert bekommen, wie viel Flüssigkeit 250 ml tatsächlich sind, wenn sie nicht von Glas umschlossen sind. (zählt das?)


[Gekauft] Neben dem Wocheneinkauf, den ich mir seit einiger Zeit liefern lasse,  habe ich mir eine neue Tastatur für meinen PC gekauft (und stelle fest, dass sie doof ist) und ein neues Mousepad, weil das alte in Kaffee gebadet wurde.

[Spirituelles] Es mag profan klingen, aber ich habe mich in der vergangenen Woche sehr darum bemüht, die Veränderungen der gerade erwachenden Natur aktiv wahrzunehmen.


[Und sonst so?] Wir warten sehnsüchtig auf einen Befund, Mama hat eine Menge Untersuchungen und kleinere OPs hinter sich, im Raum stand eine nicht wirklich schöne Diagnose. Diese scheint sich nicht bestätigt zu haben. Wir wissen schon, dass nichts "Böses" im Befund steht - aber der Befund selbst ist noch in der Post unterwegs...

[Ausblick auf die nächste Woche] EWW - einfach  weiter wursteln. Habe keine konkreten Pläne, einfach nur Leben. Oh, wartet, doch... einen Plan habe ich schon. Ich brauche dringend neue Schuhe, weil die Winterschuhe nun doch  schon unangenehm warm sind. 

Samstag, 7. Januar 2017

Innen und Außen...

Wie es in einem Menschen aussieht, tief drinnen..., wie er sich fühlt, und wie er empfindet, das ist wohl nicht immer damit zusammenzubringen, wie er nach außen wahrgenommen wird.

Oft sind wir selbst daran "schuld", weil wir Masken aufsetzen, aus Angst verletzt zu werden. Weil wir verhindern wollen als schwach oder unzulänglich eingestuft zu werden.
Und manchmal beschließen wir auch einfach, dass wir gewisse Dinge mit uns selbst ausmachen wollen, oder dass manche Dinge nicht für fremde Ohren geeignet sind. Und darum vergraben wir sie tief in unseren Herzen und teilen sie nicht mit der Außenwelt.

Manche Menschen erkennen die Wahrheit hinter der Maske - oder sie glauben sie zu erkennen. Doch müssen sie ihre Erkenntnis dann öffentlich machen? Ich meine, ist es wirklich notwendig die "Wahrheit" immer auszusprechen?
Ein Beispiel aus meinem aktuellen Leben:

Die letzten Monate waren für mich gefühlt die Hölle. Mehr als nur einmal hatte das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben, und keine Perspektive. Mehr als einmal hatte ich das Gefühl keinen Schritt mehr machen zu können, und ich hatte keine Idee dazu, wie ich die kommenden Tage überstehen könnte, geschweige denn die nächsten Wochen oder Monate. Tod, Umbruch, Trauer, Zorn... all das umgab mich und hielt mich gefangen.

Seit einer Woche nun, ist alles anders und neu. Und ein großer Teil der Anspannung der letzten Monate ist nun von mir abgefallen. Ich bin entspannt. Schlafe wieder problemlos durch, und auch sofort ein, ohne dass meine Gedanken erst noch eine Stunde oder länger durch meinen Kopf kreisen. Ich fühle mich so viel besser.
Auf einem Selfie, das ich von mir mache, glaube ich diese Entspannung zu erkennen. Klar, da sind noch immer leichte Augenringe - aber ich habe in der vergangenen Nacht wenig geschlafen (diesmal allerdings, weil ich gaaaanz lange vor dem Fernseher gesessen bin). Aber insgesamt finde ich das Foto schön. Ich finde, dass ich entspannt und zufrieden darauf aussehe, dass ich direkt ein wenig "leuchte".
Ich teile das Foto also mit menen Freunden, schreibe dazu, dass ich mich darüber freue, dass es mir bereits sehr viel besser geht, als in den Monaten davor. Sie haben viel von meiner Anspannung und meinem Stress mitbekommen, warum also nicht mein Glück mit ihnen teilen?

Als Reaktion bekomme ich von einem Freund die Antwort, dass er ehrlich sein will... Dass ich Sch.... aussehe. Fertig. Meine Augenringe wären so dramatisch, dass er  sie erst für ein blaues Auge gehalten hätte.

Zack. Ich fühlte mich nun nicht mehr gut. Das Glücksgefühl ist wie weggeblasen. Ich fühle mich nun nicht nur nicht mehr gut, nein, ich fühle mich verletzt.
Es ist seine Wahrheit. Die er aus einem Foto gezogen hat. Wie es in mir ausgesehen hat, wusste er nicht - hat es auch nicht hinterfragt.
Musste er nun diese, für ihn gültige, Wahrheit aussprechen? Hätte es ein. "Schön, dass es dir besser geht, aber nach oben ist noch Luft.." nicht auch getan. Hätte mir auch klargemacht, dass er noch keine deutliche Verbesserung wahrnimmt. Hätte mir, die ich bekanntermaßen ohnehin ein sehr schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl habe, nicht akut den Boden unter den Füssen weggezogen und mich verletzt.

Aber ich habe auch etwas gelernt durch diese Episode.
Innen und außen kann man nicht immer auf den ersten Blick zusammenbringen.
Wahrheit kann weh tun - besonders, wenn es nicht die eigene ist.
Und ich habe erkennen müssen, dass kleine Veränderungen meist gar nicht wahrgenommen und daher gerne mies gemacht werden.

Girly Attitude Comments
~Magickal Graphics~

Dienstag, 3. Januar 2017

In der Ruhe liegt die Kraft!

Die ersten 3 Tages neuen Jahres sind vorüber.
Ich hoffe ihr habt einen schönen Jahreswechsel verbracht. Ich habe mich ganz bewußt zurückgezogen, und alleine für mich "gefeiert".
Zum einen wollte ich mein Katzenbaby nicht alleine lassen. Er ist noch so klein, und ich wusste nicht, wie er reagieren wird.
Fazit: Er war tiefenentspannt, bis kurz vor Mitternacht, hat sich dann für 30 Minuten versteckt und war danach sofort wieder neugierig.

Ich habe versucht, das vergangene Jahr bewusst abzuschließen und gehen zu lassen. Und ich glaube, das ist mir auch ganz gut gelungen.
Am Montag hat meine neue berufliche Laufbahn gestartet - im selben Krankenhaus, aber mit einer neuen Abteilung. Alles anders alles neu..., aber bisher fühlt sich alles stimmig an.
Die neuen Ärzte sind freundlich. Ich hoffe, dass das so bleibt.

Mein einziger Vorsatz für dieses Jahr:
Ich möchte alles ruhig angehen lassen, mich vom Stress lösen, und absolut entschleunigen.
Daran möchte ich wirklich arbeiten.
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